Pleuraerguss

Was ist ein Pleuraerguss?

Ein Pleuraerguss ist eine Ansammlung von Flüssigkeit in der Pleurahöhle, die das Lungenfell umhüllt. Die Pleurahöhle ist ein Hohlraum zwischen der Innenseite der Brustwand und der Außenseite der Lungen. Normalerweise ist die Pleurahöhle quasi leer und enthält nur eine kleine Menge an Flüssigkeit, die dazu dient, die Bewegungen der Lung an der Innenseite des Brustraumes zu erleichtern. Dies kann man mit zwei Glasscheiben vergleichen, die aneinander gleiten wenn man sie mit einigen Tropfen Wasser benetzt.

Ein Pleuraerguss entsteht, wenn sich mehr Flüssigkeit in der Pleurahöhle bildet als resorbiert werden kann. Dies kann aufgrund verschiedener Faktoren geschehen, wie zum Beispiel Infektionen, Entzündungen, Tumoren oder Verletzungen. Ein Pleuraerguss kann auch als Folge von Herzinsuffizienz auftreten.

Die Symptome eines Pleuraergusses hängen von der Größe und dem Ort des Ergusses ab. Kleine Ergüsse sind in der Regel asymptomatisch und werden erst bei Routineuntersuchungen entdeckt. Größere Ergüsse können jedoch Atembeschwerden, Schmerzen beim Atmen oder Husten verursachen.

Die Diagnose eines Pleuraergusses erfolgt in der Regel mithilfe von bildgebenden Verfahren am einfachsten per Ultraschall. Auch Röntgenaufnahmen, Computertomographie oder MRT können einen Pleuraerguss erkennen. Je nach Befund kann es notwendig sein, eine Probe der Flüssigkeit aus der Pleurahöhle zu entnehmen, um die Ursache zu bestimmen.

Pleurapunktion

Eine Pleurapunktion ist ein Verfahren, bei dem Flüssigkeit aus der Pleurahöhle entnommen wird, um sie zu untersuchen oder um Symptome wie Atembeschwerden zu lindern.

Hierbei wird ein Ultraschallgerät verwendet, um die Pleurahöhle zu visualisieren und den genauen Ort der Flüssigkeit zu bestimmen. Dies ermöglicht es dem Arzt, die Punktion genau zu platzieren und die Flüssigkeit sicher und schmerzfrei zu entnehmen.

Das Verfahren wird in der Regel ambulant durchgeführt und dauert in der Regel nur wenige Minuten. Der Patient sitzt oder liegt und der Arzt führt das Ultraschallgerät über die betroffene Stelle. Sobald die Flüssigkeit sichtbar ist, wird eine Nadel die Pleurahöhle eingeführt. Die Flüssigkeit wird dann mithilfe eines dünnen Schlauchs und einer Spritze abgesaugt.

Nach der Pleurapunktion wird der Patient für eine kurze Zeit beobachtet, um sicherzustellen, dass keine Komplikationen auftreten. In der Regel kann der Patient nach der Behandlung nach Hause gehen.

Eine Ultraschall-gestützte Pleurapunktion ist ein sicheres und wirksames Verfahren, um Flüssigkeit aus der Pleurahöhle zu entnehmen und Symptome zu lindern.

Thorakoskopie durch Lungenfacharzt in Bad Homburg zur Abklärung eines Pleuraergusses

Thorakoskopie

Eine Thorakoskopie ist ein wichtiges Verfahren zur weiteren Diagnostik eines Pleuraergusses sein, wenn beispielsweise die Ergebnisse der Pleurapunktion nicht eindeutig sind. Eine Thorakoskopie ermöglicht es dem Arzt, direkt in die Pleurahöhle zu schauen und die Oberflächen von Lunge, Brustwand, Zwerchfell und Herzbeutel zu beurteilen und damit die Ursache des Ergusses zu erkennen.

Die Thorakoskopie wird in der Regel -ähnlich wie andere enoskopische Eingriffe- in örtlicher Betäubung und Sedierung durchgeführt. Der Patient bekommt damit nichts oder nur sehr wenig von dem Eingriff mit, eine "Vollnarkose" hingegen ist nicht unbedingt notwendig. Der Eingriff dauert zwischen 15 und 60 Minuten. Der Arzt macht einen kleinen Schnitte in der Haut und führt ein Thorakoskop, also eine Kamera, in die Brusthöhle ein.

Während der Thorakoskopie kann der Arzt Proben der inneren Organe der Brusthöhle nehmen. Dies ist insbesondere zum Ausschluss oder zur Bestätigung von bösartigen Erkrankungen also Krebs (z.B. Lungenkrebs, Brustkrebs, Pleuramesotheliom etc.) wichtig.

Nach der Thorakoskopie wird der Patient für ein paar Tage im Krankenhaus beobachtet, bevor er nach Hause entlassen wird.

Eine Thorakoskopie ist ein wichtiges Verfahren zur Diagnostik von Pleuraergüssen und anderen Erkrankungen der Brusthöhle.