Lungenfibrose

Narbenbildung der Lunge

keine einheitliche Erkrankung viele Erscheinungsbilder

Neue Veröffentlichung zum Thema Lungenfibrose:

Respiration. 2021 Oct 8;1-9. doi: 10.1159/000519214

Daniel von der Beck 1, Friedrich Grimminger 2 3, Werner Seeger 2, Andreas Günther 2 4, Benjamin Löh 2 3

Was ist eine Lungenfibrose?

Lungenfibrose ist eine Erkrankung, bei der verstärkt Bindegewebe im Lungengewebe gebildet wird. Hierdurch wird die Dehnbarkeit der Lunge reduziert und durch das vermehrte Gewebe der Gasaustausch eingeschränkt.

Welche Symptome bestehen bei Lungenfibrose

Das Hauptsymptom ist fast immer die Kurzatmigkeit zumeist bei Belastung (Belastungsdyspnoe). Zudem können Husten und Produktion von Auswurf vorkommen.

Wie wird eine Lungenfibrose festgestellt?

Es sollte eine Computertomographie der Brustorgane - nach Möglichkeit in hochauflösender Technik durchgeführt werden. Hierbei fällt die Strukturvermehrung des Lungengewebes, Entzündungen der Lungenbläschen (Alveolitis), Narbenzüge und andere Veränderungen (z.B. Knötchenbildung) auf. Hierdurch kann ein Hinweis auf die Form der Lungenfibrose gefunden werden.

Funktionsuntersuchungen

In der Lungenfunktion mit Hilfe der Bodyplethysmographie wird die mögliche Einschränkung der Lungenvolumina bestimmt. Auch für den Verlauf wird insbesondere die Vitalkapzität herangezogen. Zusätzlich wird durch die Diffusionskapazität eine Einschränkung des Gasaustausch untersucht.

Erweiterte Diagnostik

Zur weiteren Diagnostik führen wir häufig eine Bronchoskopie mit Spülung von Zellen aus der Lunge (Lavage - BAL) und Lungenbiopsie durch.

Interdisziplinäre Fallkonferenz

Komplexe Fälle müssen oftmals im Team besprochen werden. In der interdisziplinären Konferenz besprechen wir Pneumologen mit erfahrenen Thoraxradiologen und Thoraxpathologen die Diagnose und erarbeiten Konzepte zur Therapie aus.